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Gewürzlexikon: Curry

von | 17. Okt. 2014 | Gewürzlexikon

Kenishirotie - Fotolia

Kenishirotie – Fotolia

Der Begriff Curry wird im Sprachgebrauch hierzulande vorrangig für zwei Begriffe verwendet: zum einen für das Gewürz Curry und zum anderen für ein Gericht, welches wiederum mit Currypulver zubereitet wird.

Currypulver ist kein Gewürz im ursprünglichen Sinne, sondern eine Gewürzpulver-Mischung, welche aus 12 bis zu 36 Gewürzen besteht. Die wichtigste Zutat ist pulverisierte Kurkuma – eine Pflanze, die auch als Safranwurzel oder Gelber Ingwer bekannt ist und die der Gewürzmischung die unverkennbare Farbe gibt. Weitere häufig benutzte Bestandteile von Currypulver sind Koriander, Kreuzkümmel, Rosenpaprika, Cayennepfeffer, Kardamom, Nelke, Zimt und Ingwer.Die in Europa verwendete Curry-Gewürzmischung verwendet nicht die gleiche Rezeptur wie in den Asien, da dort das Pulver individuell, für jedes Gericht, angepasst wird. Man variiert dort zwischen Fleisch-, Fisch-, Geflügel- und Gemüse-Currymischungen.

Geschichte

Im 18. Jahrhundert brachten Britische Seefahrer die als Curry bekannt gewordene Gewürzmischung aus Indien nach Europa und ließen, weil sie von der Vielfalt der Curry-Varianten überfordert waren, eine an den europäischen Geschmack angepasste Currymischung herstellen.

Wissenswertes:

Italienische Wissenschaftler fanden heraus, dass Curry-Wurst das Gehirn fit hält.
Zum größten Teil enthält Curry nämlich Curcumin (Wirkstoff aus der Kurkumawurzel). Dieser Stoff stimuliert die im Gehirn vorhandenen Gliazellen, einen Wirkstoff zu produzieren, der die Nervenzellen vor hirnschädigenden Krankheiten wie Alzheimer schützt. Gleichzeitig hilft Curcumin bei der Reduzierung des Proteins „Amyloid Beta“, welches die Alzheimer-Krankheit beschleunigt. Und tatsächlich ist es so, dass Indien, wo Kurkuma fast täglich auf dem Tisch ist, die weltweit niedrigsten Raten an Alzheimer-Erkrankungen aufweist.

Außerdem dient Curcumin der Arthritisprophylaxe, hilft bei der Blutreinigung und greift unterstützend bei der Regulierung des Stoffwechsels ein. Kurkuma kann mit antioxidativen Eigenschaften das Risiko von Darmpolypen sowie bestimmten Herz- und Krebserkrankungen reduzieren. Eine Studie vom nationalen Ernährungsinstitut Hyperabad in Indien zeigt außerdem, dass die im Currypulver enthaltenden Bockshornkleesamen (Fenugreek) die Blutzuckerwerte senken. Kurkuma wurde in der alten, traditionellen chinesischen Medizin auch dazu verwendet, Menstruationsbeschwerden zu erleichtern.

Die Inder nennen den Currypulver „Masala“, während „Curry“ für sie Soßen sind, und in Thailand wird Curry vorrangig nicht als Pulver, sondern als Paste verarbeitet.

Geschmack:

Mit den typischen Mischungen erreicht man folgende Geschmacksrichtungen: aromatisch, sauer, süß, scharf, umami („fleischig und herzhaft, wohlschmeckend“) und bitter.

Rezept – Asiatische Grillmarinade:

Zutaten:
2 Esslöffel Sesamöl
2 Esslöffel Honig
2 Esslöffel Zitronensaft
6 Esslöffel Sojasauce
1 Esslöffel Currypulver
1 Teelöffel Ingwerpulver

Zubereitung:
Als erstes alle Zutaten vermischen und ein wenig ziehen lassen, bevor das Fleisch eingelegt wird. Für eine scharfe Note kann gern eine entkernte Chilischote beigefügt werden.
Nun wird das Fleisch im Ganzen oder in kleinen Würfeln mariniert, welche anschließend zum Grillen auf Spieße gesteckt werden.

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