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Schafskäse auf den Grill

von | 18. Mai 2015 | Grillwissen

Gebackener Schafskäse - © HLPhoto - Fotolia

Gebackener Schafskäse – © HLPhoto – Fotolia

Kräftig würzig, mit Gemüse oder Salat eine Leibspeise für seine Fans: Unverzichtbar in jeder Grillsaison ist Schafskäse vom Grill in vielen Variationen.

Nicht nur für Vegetarier ist Schafskäse ein geschmackvolles Highlight, noch dazu, wenn er vom Grill kommt. Als Alternative, aber auch als zusätzliches Angebot zu Fleisch und Grillwurst bietet er in jeder Grillsaison lukullische Momente voller Genuss.

Nicht jeder mag den Geschmack von Schafskäse, doch wer ihn noch nie probiert hat, sollte dies einmal tun, um nicht ein sehr leckeres Gericht wegen einiger Vorurteile zu verpassen.

Wissenswertes zum Thema Schafskäse

Weibliche Schafe geben, wie auch Kühe, Milch. Diese wird gemolken, um daraus Schafskäse und andere Produkte zu machen. Der Unterschied zum Käse aus Kuhmilch ist ein intensiverer Käsegeruch und -geschmack. Es gibt einige wenige Hartkäsesorten aus Schafsmilch, in der Regel handelt es sich aber um Weichkäseprodukte beziehungsweise sogenannte Salzlaken Käsesorten. Wie aus dem Begriff schon zu entnehmen, wird Salzlakenkäse in einer salzigen Lösung zum Reifen gebracht. Diese Salzlake besteht aus der zuvor der Milch (der ein Enzym zugesetzt wurde, damit sie gerinnt) gewonnenen Molke. Zum Grillen eignet sich diese Form des Schafskäses am besten, seine cremige Konsistenz und der würzige Geschmack sind einfach nur unbeschreiblich lecker. Schafs-Feta ist weiß, wird meist in rechteckiger Form als Block, vakuumverpackt mit etwas Lake oder Öl zum Verkauf angeboten. In Würfelform gibt es ihn auch aus dem Glas – pur oder mit Gewürzen, Kräutern oder fein gehacktem Gemüse versehen. Neben Schafs-Feta gibt es Schafs-Halloumi, Roquefort und viele andere Sorten.

Schafskäse grillen – das Know How

Eine Grilltemperatur von mindestens 150 Grad, allerdings auch nicht zu hoch temperiert, wird empfohlen. Den Schafskäse, ob als Feta oder anderes Produkt, sollte man niemals einfach auf den Rost oder auf eine Grillschale legen. Wird der Käse weich, fällt er durch den Rost – und auch aus der eher flachen Grillschale kann der Käse auslaufen. Am besten grillt man Schafskäse also in einer selbst gemachten, verschlossenen „Bratschale“ aus Alufolie. Diese legt man am besten doppelt aus, und zwar in 2 verschiedene Richtungen. So kann man den Schafskäse samt Beigaben schön in die Mitte legen, vorbereiten und würzen und dann die erste Folie oben fest verschließen, bevor man die zweite Folie als Sicherheit und Auslaufschutz nochmals nach oben klappt und wieder fest zusammen drückt.

Um ein Ankleben zu verhindern, sollte immer etwas Öl zwischen Käse und Folie befindlich sein. Bei bereits in Öl eingelegten Käseprodukten reicht das aus, kommt der Schafskäse aus der Lake oder ist er, wie etwa der Roquefort Schimmel-Schafskäse aus dem Laib geschnitten, muss er vor dem Grillen mit Olivenöl (oder einem anderen Öl) bepinselt werden. Zum Käse können beliebige Gemüsesorten in das Alu-Paket gelegt werden; überschreitet die Garzeit vom Gemüse jene des Schafskäses, empfiehlt sich ein kurzer Dampfgar- oder Kochvorgang, damit beide Produkte lecker zusammen fertig werden. Die Zucchini oder Aubergine, Paprika, Zwiebelstreifen und ähnliches wird locker fertig, bis der Käse mit leichtem Biss oder halbflüssig gegart ist – Blumenkohl Röschen oder andere Gemüsearten sollte man vorgaren.

Die vorbereiteten Grillkäse-Portionen in Alufolie können schon einige Zeit vor dem Grillen vorbereitet und kalt gestellt werden; es ist ratsam, die Portionen vor dem Grillen auf Raumtemperatur zu bringen. Die Schafskäse-Portionen müssen nicht gewendet werden – als Faustregel kann man ansetzen, dass bissfester Käse eine Garzeit von etwa 10 Minuten bei 150 Grad benötigt. Soll er flüssiger werden, braucht es etwas höhere Temperaturen oder längere Garzeit. Das gibt die Möglichkeit, für jeden Schafskäse Liebhaber seinen ganz individuellen Geschmack zu treffen – und das ist mit das Wichtigste bei einer Grillfeier. Guten Schafskäse gibt es im Supermarkt, aber auch – eventuell schon eingelegt – bei Spezialitätenhändlern, zum Beispiel türkischen oder italienischen Feinkost Läden.

Was passt zum Schafskäse vom Grill?

Bei dieser Frage muss in zwei Abschnitten geantwortet werden, denn nicht nur die Beilagen, sondern auch die Würzungen können sehr unterschiedlich ausfallen. Wichtig ist es, beim Würzen, also der Zugabe von Kräutern und anderen geschmacksintensiven Beigaben den Eigengeschmack vom Schafskäse nicht zu übertünchen. Ebenfalls gilt es zu berücksichtigen, dass ein Schimmel-Schafskäse anders zu behandeln ist, als ein Feta-Schafskäse oder wieder andere Produkte. Der hohe Fettgehalt von Schafskäse ist ein wunderbarer Geschmacksträger – wer dies berücksichtigt, hat also beinahe freie Auswahl in der Geschmackskomposition. Schon das zum Einpinseln benutzte Öl setzt erste Akzente, dann aber folgen allerlei Möglichkeiten: fein gehackte Zwiebeln, zerstoßener Knoblauch, Chilipulver oder Cheyenne Pfeffer sind nur ein paar Beispiele. Aus dem Kräutergarten kann man einfach Schnittlauch, aber auch Bärlauch, Thymian, Rosmarin oder Basilikum mischen beziehungsweise allein verwenden. Tomatenstückchen oder halbierte kleine Cherry-Tomaten bringen wieder eine andere Aroma-Richtung ins Spiel. Wer es scharf mag, bringt frische Chilischoten ins Spiel, entkernt oder mit der vollen Schärfe der Kerne, ganz nach Belieben. Sogar Pilze oder Früchte (mit Mango zum Beispiel ein Hochgenuss) sind beliebte Beigaben in das Schafskäse Päckchen. All diese Gewürze, Kräuter, Gemüse oder sonstigen Beigaben werden einfach mit gegrillt und verbinden sich mit dem heißen Schafskäse zu einem lukullischen Gesamtpaket.

Der zweite Teil der Antwort, was zum Schafskäse vom Grill passt, richtet sich an das Thema der Beilagen oder Hauptgerichte, je nachdem, welches Gewicht der Schafskäse bei einer Mahlzeit haben soll. In einer kleineren Portion selbst als Beilage gereicht, schmeckt er zu allem, was vom Grill kommt, von der Bratwurst bis zum Rindersteak. Wer dem Schafskäse jedoch die Rolle des Hauptgerichtes zuspricht, genießt ihn in einer größeren Portion und isst dazu geröstetes Brot in beliebiger Ausführung, Grill-Kartoffeln, Gemüse-Spieße vom Grill oder Salate – hier ist ein frischer Krautsalat ein Geheimtipp. Nach griechischer Art ein Teller mit Oliven, eingelegten getrockneten Tomaten, Peperoni und sonstigen Antipasti ist ebenfalls eine gelungene Ergänzung zum Schafskäse vom Grill. Im Prinzip kann man sagen: Man isst, worauf man Lust hat und was das Angebot der Beilagen hergibt.

Das Servieren – ein Grillgericht mit Löffel

Kommt der Schafskäse vom Grill, wird er nicht etwa aus der Folie ausgepackt. Diese wird vielmehr geöffnet und auf den Teller gelegt, am besten mit einem Löffel dazu. Direkt aus der Folie wird der Käse in der gewünschten Konsistenz verspeist – so kommt jedes Fünkchen Aroma dort an, wo es hinsoll: Am Gaumen des Gourmets, der sich freut, eine solche Leckerei vom Grill serviert zu bekommen. Ein extra Salatteller steht meistens ohnehin bereit, da Salatsoße und Grillgut auf einem Teller nicht jedermanns Sache ist. Das Brot im Körbchen erledigt den Rest.

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