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Indirektes Grillen

von | 21. Nov. 2016 | Grillwissen

Eine besondere Grillmethode, die Ihnen und Ihrem Gasgrill eine schier unerschöpfliche Möglichkeit an Grillgerichten bietet, ist die indirekte Grillmethode. Bei dieser Art des Grillens wird das Grillgut nicht direkt über der Hitzequelle gegrillt, sondern gart, wie im Backofen, durch indirekte Hitze.

Das Grillgut wird dabei auf die indirekte Grillzone platziert, das heißt dort, wo die Brenner in Ihrem Gasgrill erloschen sind. Vorteilhaft wären aktive Brenner rechts und links vom Grillgut aber auch mit einem zweiflammigen Gasgrill lässt sich das indirekte Grillen realisieren. Das Wichtigste dabei ist der geschlossene Deckel und eine Möglichkeit das Gargut auf eine nicht direkt der Hitze ausgesetzten Grillzone zu legen.
Und ohne Deckel kein indirektes Grillen, denn die Hitze steigt an den Seiten des Grillinnenraumes auf und fällt in der Mitte wieder ab. Ein Kreislauf entsteht, der das Gargut mit gleichmäßiger Temperatur ebenso gleichmäßig umströmt.

feuerfeste Auffangschale
Wichtig ist bei dieser Grillmethode auch, dass Sie eine feuerfeste Auffangschale (Ofenauflaufform oder Ähnliches) unter das Grillgut platzieren, damit herabtropfendes Fett und Marinaden darin aufgefangen werden können. Füllen Sie die Schale auch mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten wie Bier oder Säfte, die zusätzlich zu einem guten Grillergebnis beitragen können und die Stabilität der Temperatur im Innenraum des Grills mit gewährleisten. Die Schale kann direkt unterhalb des Grillrostes auf die inaktiven Brenner gestellt werden. Es gibt aber auch Ofenschalen mit integriertem Rost, die direkt oberhalb des eigentlichen Rostes platziert werden können.
Ein weiterer Pluspunkt einer gesonderten Auffangschale ist der, dass die spätere Reinigung des Gasgrills wesentlich leichter fällt, als wenn sie das herabtropfende Fett zusätzlich von der Flammabdeckung, den Brennern und der Fettauffangwanne abkratzen müssen. Ausgewaschen und in fix die Spülmaschine gestellt, erleichtert es so die Reinigung ungemein.

Die Temperaturen
Die Temperaturen im Grillinnenraum unterhalb des geschlossenen Deckels können dabei von 100 bis 200 °C variieren. Je nach Temperatur verlängert sich auch die Dauer der Grillzeit die von 2, 3 bis zu 18 Stunden dauern kann. Je nach Grillgericht und gewünschtem Ergebnis. Je länger das Fleisch Zeit hat schonend bei niederen Temperaturen zu garen, desto schmackhafter und zarter wird es.

Ein Tipp um eine niedere Temperatur zu halten
Sollten Sie einmal Schwierigkeiten haben, eine niedere Temperatur, zum Beispiel 100 °C, dauerhaft halten zu können und Ihre Brenner sind bereit auf der niedrigsten Stufe eingestellt, lässt sich ein simpler Alufolientrick anwenden. Dabei dient eine gerolltes Stück Alufolie als Sperre für den Deckel, der selbigen einen Spaltbreit offen hält.

Grillthermometer
Die Temperaturen lassen sich ganz einfach über den in so gut wie jedem Deckel integriertem Grillthermometer messen. Dabei ist zu beachten, dass Hitze nach oben steigt und direkt unter dem Deckel eine höhere Temperatur herrschen kann als direkt über dem Rost. Mit einem mobilen Thermometer lassen sich diese Unterschiede kontrollieren. Dabei spielt es schlussendlich kaum eine Rolle, ob die Anzeigen voneinander abweichen, denn das werden sie immer tun. Dies ändert am Grillergebnis wenig bis gar nichts. Ein guter Durchschnittswert reicht allemal.

kein Beobachten des Garvorganges
Beim indirekten Grillen kann man den Garvorgang nicht direkt beobachten und ständiges Öffnen und schließen des Deckels, lässt unnötige Hitze entweichen, wodurch sich der Garvorgang verlängert. Kontrollieren Sie mit einem Kerntemperaturthermometer, wie weit ihr Grillgut ist, und blicken Sie höchstens alle paar Stunden unter den Deckel.

Möglichkeit zum Räuchern
Die Grillmethode bietet zusätzlich die Möglichkeit, Ihr Gargut zu räuchern. Dabei gibt es viele verschiedene Holzarten, die Sie direkt als Woodchunks, Räucherchips und Ähnliches kaufen können. Neben Obsthölzern, Nussholz oder Hickory gibt es noch zahlreiche weitere Varianten, die sich auch untereinander mischen lassen. Bei der Räuchermethode werden die Chunks oder Chips in eine Räucherbox direkt über den aktiven Brenner platziert. Alternativ lässt sich das Holz auch in Alufoliepäckchen einwickeln und mit Löchern versehen, die ebenfalls direkt über die Hitzequelle platziert werden. Somit lässt sich der Gasgrill bei der indirekten Grillmethode schnell zu einem „Smoker“ umfunktionieren.

Zahlreiche Möglichkeiten der Zubereitung
Es gibt zahlreiche Gerichte, die sich mit der indirekten Methode realisieren lassen. Unter anderem alle Arten von Braten und sogar Gebäck wie Brot, Brötchen oder Pizza, auch Sparerips, Pulled Pork, Beef Brisket, ganze Hähnchen und Hühnchen und andere Köstlichkeiten lassen sich damit zubereiten.

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