{"id":1305,"date":"2017-05-08T09:00:16","date_gmt":"2017-05-08T07:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gasgrill-shop.com\/grill-rezepte\/?p=1305"},"modified":"2019-05-31T15:10:48","modified_gmt":"2019-05-31T13:10:48","slug":"gewuerzlexikon-dill","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gasgrill-shop.com\/grill-rezepte\/blog\/2017\/05\/08\/gewuerzlexikon-dill\/","title":{"rendered":"Gew\u00fcrzlexikon: Dill"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1458\" src=\"https:\/\/www.gasgrill-shop.com\/grill-rezepte\/wp-content\/uploads\/Dill-300x153.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"153\" srcset=\"https:\/\/www.gasgrill-shop.com\/grill-rezepte\/wp-content\/uploads\/Dill-300x153.jpg 300w, https:\/\/www.gasgrill-shop.com\/grill-rezepte\/wp-content\/uploads\/Dill-768x392.jpg 768w, https:\/\/www.gasgrill-shop.com\/grill-rezepte\/wp-content\/uploads\/Dill-1024x522.jpg 1024w, https:\/\/www.gasgrill-shop.com\/grill-rezepte\/wp-content\/uploads\/Dill-624x318.jpg 624w, https:\/\/www.gasgrill-shop.com\/grill-rezepte\/wp-content\/uploads\/Dill.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Der Dill wird auch Dille oder Gurkenkraut genannt und geh\u00f6rt zur Pflanzenfamilie der Doldenbl\u00fctler. Urspr\u00fcnglich stammt die Pflanze aus Vorderasien, wird heutzutage aber weltweit angebaut. Im deutschsprachigen Gebiet geh\u00f6rt das Gurkenkraut zu einem der meistgenutzten und angebauten Gew\u00fcrze.<\/p>\n<p>Die einj\u00e4hrige Pflanze erreicht eine Wuchsh\u00f6he von 30 bis 80 Zentimeter, selten auch Mal bis zu 1,20 Meter und duftet stark aromatisch. Der Dill variiert farblich zwischen Hellgr\u00fcn bis Gr\u00fcnt\u00fcrkis.<\/p>\n<p>Angebaut wird die Pflanze im Freiland oder als Gew\u00e4chshauskultur. Im Gew\u00e4chshaus erfolgt der Anbau im Boden sowie in Kultursubstraten in T\u00f6pfen.<br \/>\nGeerntet werden vor allem die Dillspitzen mit 15 bis 25 cm L\u00e4nge f\u00fcr den Frischmarkt. F\u00fcr die Industrieware werden die L\u00e4ngen bei 30 und 35 cm beschnitten oder 40 bis 60 cm f\u00fcr die Gew\u00fcrzgurkenverarbeitung.<br \/>\nDurch zeitversetzten Anbau kann eine kontinuierliche Ernte von Mai bis Oktober erfolgen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Als Heil- und Gew\u00fcrzpflanze fand das Gurkenkraut bereits im alten \u00c4gypten Verwendung und wurde angebaut. Sogar als Grabbeigabe wurde Dill 1400 v. Chr. verwendet und im antiken Griechenland und Rom fand das Gew\u00fcrz ebenfalls bereits Anwendung.<\/p>\n<p>Dill wurde im Mittelalter als Heilpflanze gegen verschiedene Leiden eingesetzt. Nach Mittel- und Nordeuropa kam das Gew\u00fcrzkraut vermutlich durch M\u00f6nche, die ihn in ihren Klosterg\u00e4rten anbauten. Das Dillwasser, welches aus den Samen der Pflanze hergestellt wird, wirkt verdauungsf\u00f6rdernd. Die Fr\u00fcchte kaute man gegen Mundgeruch und die Bl\u00e4tter als Teeaufguss helfen bei Magenkr\u00e4mpfen und Verdauungsst\u00f6rungen.<\/p>\n<p><strong>In der K\u00fcche<\/strong><\/p>\n<p>Das Gurkenkraut ist ein vielseitig verwendbares Gew\u00fcrz. Es wird gerne f\u00fcr Salate genutzt. In So\u00dfen auf Grundlage von Salat\u00f6l, in Joghurtdressings, Quark und in Kr\u00e4uter- und Gew\u00fcrzbutter ist Dill als Brotaufstrich sehr beliebt.<br \/>\nAuch zum W\u00fcrzen von Fleisch- und Fischspeisen eignet sich Dill hervorragend. Und sogar durch Destillation findet das Dill\u00f6l zur Lik\u00f6rherrstellung Verwendung.<br \/>\nDie Bl\u00e4tter und Bl\u00fctendolden sind vor allem f\u00fcr die Verarbeitung der Gew\u00fcrzgurken besonders wichtig. Dabei werden meist die Dillspitzen in frischem, getrocknetem oder tiefgefrorenem Zustand verwendet.<br \/>\nFrisches Dillkraut hat den besten Geschmack und schmeckt besonders gut gestreut auf gegarten Kartoffeln.<\/p>\n<p><strong>Heilwirkung<\/strong><\/p>\n<p>Die getrockneten reifen Fr\u00fcchte und die ganze frische, bl\u00fchende Pflanze dienen als Heildroge.<br \/>\nDie daf\u00fcr ben\u00f6tigten Wirkstoffe bestehen aus einem \u00e4therischen \u00d6l mit Carvon als Hauptbestandteil, Limonen und Dillapiol. Den typischen Geruch geben Phellandren und Dill\u00e4ther. Weitere Wirkstoffe w\u00e4ren Cumarine und Kaffees\u00e4ure-Derivate.<\/p>\n<p>Die Dillfr\u00fcchte haben bl\u00e4hungstreibende, m\u00e4\u00dfig verdauungsanregende und krampfl\u00f6sende Eigenschaften. In der Volksmedizin wird Dill, neben K\u00fcmmel, bei Verdauungsst\u00f6rungen mit V\u00f6llegef\u00fchl und Bl\u00e4hungen verwendet.<br \/>\nIm Versuch nachgewiesen wurde eine Progesteron f\u00f6rdernde Wirkung, was die Anwendung bei Zyklusst\u00f6rungen und Infertilit\u00e4t plausibel mach. Klinische Studien liegen hierf\u00fcr allerdings nicht vor.<\/p>\n<p><em>Wirkung &amp; Aberglauben von damals<\/em><br \/>\nIn einer alt-\u00e4gyptischen Schrift (Papyrus Ebers) wird Dill gegen Kopfschmerzen und zur Erweichung der Blutgef\u00e4\u00dfe empfohlen. Schon vor Hippokrates galt Dill als uterusreinigend und stuhlerweichend. Laut Dioskurides (griechischer Arzt aus dem 1. Jahrhundert), hilft das Gurkenkraut bei Bauchweh, Bl\u00e4hungen, Erbrechen, treibt Harn und Milchsektretion an und soll auf Dauer aber der Sehkraft schaden.<\/p>\n<p>Im damaligen Volksglauben vertrieb der Dill D\u00e4monen und sollte der Braut zur Herrschaft in der Ehe verhelfen (\u201eIch habe Senf und Dille, Mann, wenn ich rede, schweigst du stille.\u201c). In einem M\u00e4rchen nach Jenny von Droste-H\u00fclshoff sch\u00fctzt die Heilpflanze auch vor Verhexung.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Dill wird auch Dille oder Gurkenkraut genannt und geh\u00f6rt zur Pflanzenfamilie der Doldenbl\u00fctler. Urspr\u00fcnglich stammt die Pflanze aus Vorderasien, wird heutzutage aber weltweit angebaut. Im deutschsprachigen Gebiet geh\u00f6rt das Gurkenkraut zu einem der meistgenutzten und angebauten Gew\u00fcrze. 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